Stefan Burger
Werkdokumentation
Zürich, 17. Februar 2010
Selbstvertreibung des Menschen aus der abgefressenen Ecke (ohne Schuhe) & Antiteatro
[fig 1: Arbeit im Detail], [fig 2: Arbeit im Detail]
Zoo Artfair, UK, 2008 |
www.zooartfair.com
genug lang' wässern/ wedeln
[fig 1: Einladungskarte], [fig 2, 3,6 & 7: Installationsansicht], [fig 4, 5 & 8: Arbeiten im Detail]
Der Titel "genug lang' wässern/ wedeln" meint zwei verschiedene, zeitlich klar umrissene Handlungszustände in der fotografischen Dunkelkammerarbeit und flankt Burger eine Vorlage zu sich mit
fotografischen Phänomenen zu beschäftigen die sich vornehmlich neben dem Bildhaften ereignen.
Das Wässern, nach den chemischen Bädern für das bildhafte Ergebnis eine angenehme Entschlackungskur,
führt schlussendlich zur Fleckenfreiheit.
Wedeln in der Dunkelkammer ist beim Belichtungsprozess dann erforderlich wenn diverse Bilpartien
unterschiedliche Belichtungszeiten benötigen. Erfolgreiches Wedeln ist nicht nur von zeitlicher
Präzision abhängig. Der Wedelapparat und seine Beschaffenheit sind ebenso ausschlaggebend für
ein optimales Wedelresultat. Bürstchen und Büschelchen, die zu einem diffuseren Wedelergebnis
führen, an langen und kurzen Drähten befestigte, scharfkantige Scheiben, oval, rund und von
gezackter Umrisslinie, lichtdurchlässige Latexhandschuhe, präparierte Federballschläger, Plastiknudelsiebe,
lasierte Dachziegel, sowie zu einem eleganten Fächer zusammengefügte Einzelseiten
aus einem Nutzgartenbauratgeber. Zuträglich ist ebenso ein ausgeprägter musikalischer Sinn, der
den Wedelbewegungen eine tänzerische Leichtigkeit gibt. Teilweise erforderlich ist das Synchronwedeln.
Die meisten Fotografen benutzen zum Synchronwedeln 1-2 Armpartien. Wenige Andere benutzen zum Synchronwedeln zusätzlich noch ein Bein und das Haupthaar.
Coalmine - Raum für zeitgenössische Fotografie, Winterthur, CH, 2008 |
www.coalmine.ch
Serving Nothing
Werkzeugkit Zum Erreichen schlecht sichtbarer Stellen in Ausstellungsräumen bei 40,2 grad celcius Fieber
[fig 1: Gesamtansicht], [fig 2: Gebrauchsanweisung]
Werkzeugkit Zum Erreichen schlecht sichtbarer Stellen in Ausstellungsrämen bei 40,2 grad celcius Fieber
Gebrauchsanweisung: 40,2 grad celcius Fieber provozieren. Im fiebrigen Zustand den betreffenden Ausstellungsraum auf schlecht sichtbare Stellen absuchen und jene mit der Erreichprothese abfassen.
ART BINGO, Leimbach, CH, 2008 |
www.undefined.ch
ohne Titel (Höllentor-Abwassernutzung)
[fig 1: Einladungskarte], [fig 2 & 4: Interventionsansicht], [fig 3, 5 & 6: Arbeit im Detail]
Für die Intervention "Ohne Titel (Höllentor Abwassernutzung)" wurde die vorhandene Infrastruktur des Kunsthaus aufgegriffen um eine Wegführung entlang institutioneller Nebenschauplätze eines
Museumbetriebs zu beschreiben. Mit der Restauration des Höllentors von Auguste Rodin 2007, wurde zur optimalen Abfuhr des Regenwassers eine Regenwasserrinne am Kopf der Bronzeplastik, sowie ein seitlich nach unten führendes Regenrohr angebracht. Diese vorgefundene Situation wurde um einen 200 Liter fassenden Regenauffangbehälter erweitert. Das gesammelte Regenwasser wurde jeden Mittwoch um 11h vormittags während der Ausstellungszeit vom haus-internen Putzpersonal verwendet, um den Boden des "Olivestone"- Raums von Joseph Beuys zu reinigen. Das wieder aufgenommene Putzwasser wurde schlussendlich in den Wasserkreislauf des Brunnens im Innenhof des Kunsthaus integriert.
Video:
ohne Titel (Höllentor-Abwassernutzung)
«Shifting Identities - (Swiss) Art Today», Kunsthaus Zürich, CH, 2008 |
www.shifting-identities.ch
Kunsthaus Zürich, CH, 2008 |
www.kunsthaus.ch
Tangente (Einseitige Wildbienennisthilfe und einseitiger Durchblick für AusstellungsbesucherInnen)
Die Abwesenheit des Kevin Hutcheson
[fig 1: Gesamtansicht], [fig 2: Arbeit im Detail]
improvisation in h-minor/ dance écossaiese (allegro ma non troppo)
Das Wegbleiben des Kevin Hutcheson und das damit verbundene Ausfallen seiner Einzelausstellung in der Galerie Freymond-Guth & Co. Fine Arts, Zürich wurde kurzerhand zur Skulptur erklärt. Die konsequente Absenzstrategie des Kevin Hutcheson wurde in Form einer 0 anzeigenden Waage illustriert.
Freymond-Guth & Co. Fine Arts, Zürich, CH, 2008 |
www.freymondguth.com
Inserat für das museum für gegen warz
[fig 1: Gesamtansicht]
Inserat für das museum für gegen warz in FUCKING GOOD ART#20, "The Swiss Issue - A field study on art & market", Hrsg. Rob Hamelijnck / Nienke Terpsma
episode publishers, Rotterdam, NL |
www.episode-publishers.nl
edition fink, Verlag für zeitgenössische Kunst, Zürich, CH |
www.editionfink.ch
Two hidden light stands in a landscape
[fig 1: Gesamtansicht], [fig 2: Arbeit im Detail]
Kunsthaus Baselland GUEST PRESENTATION
Kunsthaus Baselland, Basel, CH |
www.kunsthausbaselland.ch
Liste 08, Basel, CH |
www.liste.ch
Unlimited
[fig 1: Gesamtansicht], [fig 2 & 3: Arbeit im Detail]
OH, A SHOW, Kuratiert von Anet Amberg
Showroom, Basel, CH |
www.showroom.st
OH, A SHOW, Basel, CH, 2008 |
www.oh-a-show.net
Runaway Sculptor
Aufgrund der Berichterstattung einer theosophischen Zeitschrift Londons in den 1920er Jahren entstand die Sage dass sich irgendwo im süd-westlichen Eck des Arkadenhofs des Wawel (Sitz der damaligen polnischen Könige in Krakau) hinter einer Mauer einer der sieben "Chakren" befinden soll. Im Hinduismus gelten die sieben Chakren als Orte bzw. Drüsen der Erde, an denen sich besonders viel spirituelle Energie entlädt. In regelmässigen Abständen finden sich nun Besucher des Chakrams im süd-westlichen Arkadenhof des Wawels ein. Um sich dem Energiestrom des Chakrams optimal auszusetzen rieben sich manche Besucher an der Wand, da sich das Chakram dahinter befindet, was zur Abnutzungen und Verdreckung dieser führte.
Der amtliche Direktor des Wawels wollte diese Wandabnutzung verhindern und stellte um das direkte Berühren der Wand zu Verunmöglichung eine Scheinausstellung zur Geschichte der Restauration des Wawels auf. Die aus 5 metallenen Displays und Steinständern bestehende Ausstellungspräsentation ist in einem Abstand von 50 cm vor dieser Wand installiert.
several suggestions on how to behave in front of a wall and one recommendation on how not to behave in front of a wall
[fig 1: Gesamtansicht], [fig 2: Arbeit im Detail]
FAIT Gallery, Krakow, PL, 2008 |
www.fait.pl