Stefan Burger
Werkdokumentation
Zürich, 17. Februar 2010
Insalata di Punctum / Das detaillierte Nichts
Ohne Titel (Schwänzeltanz der Biene)
[fig 1: Installationsansicht], [fig 2 & 3: Arbeiten im Detail]
Für den kompetitiven Kontext einer Wettbewerbssituation wurde die Arbeit "o.T.(Schwänzeltanz der Biene)" konzipiert. Ausgangspunkt der installativen Fotoarbeit waren zwei Fotografien eines Baumarktprospekts, die zwei Maler auf einem Gerüst im Moment des mimetischen Innehaltens zeigen.
Ausstellung der Kantonalen WerkstipendiatInnen 2006, F + F Schule für Kunst und Mediendesign, Zürich, CH, 2006
Kleinere Unsicherheitsgesellschaften
Zum Abschluss seines halbjährigen Atelieraufenthaltes in Genua freuen wir uns die zweite Ausstellung von Stefan Burger bei Les Complices* anzukünden. Stefan Burgers überaus eigenständiges Werk kombiniert fotografische, skulpturale und konzeptuelle Einflüsse zu komplexen und humorvollen Bezugssystemen. Die Reflektion fotografischer Grundbedingungen, präsent in älteren Werken des Künstlers, wird im aktuellen Werk auf Bezugspunkte ausserhalb des Fotografischen ausgeweitet. Eine aktuelle Bildserie von Stefan Burger zeigt zufällig vorgefundene, an Mauern und in Hauseingängen angelehnte Stöcke. Formal an die Konzeptserien der 70er Jahre erinnernd, schenken die Fotografien nicht nur einer unfunktionalen Nutzung urbaner Architektur Beachtung, sie dokumentieren vorallem auch eine Minimalvoraussetzung des skulpturalen Schaffens, das in seiner Essenz immer aus Handlungen wie Stellen, Legen, Abstellen und Ablegen, Hinstellen und Hinlegen, liegen lassen und stehen lassen besteht.
Ergänzt um "trivial-physikalische Experimente" tritt Fotografie nun als Werkzeug auf, das vorübergehend fest hält, was im Umfallen begriffen ist. Die angelegte Totalkatastrophe wird im Moment des "nochhaltens" beschrieben und frönt somit der Lust am Szenario des Einstürzens. Ähnlich einem Kellner, dem ein Tablett voller Gläser unwillkürlich aus den Händen zu gleitet droht und der es mit geschicktem Handgriff schafft das Unausweichliche noch zu beschleunigen, können auch Stefan Burgers Kompositionen nicht anders als irgendwann in sich zusammenzufallen. Doch vorerst zelebrieren sie die Qualität der Labilität, befragen das Verlangen nach Sicherheiten und tänzeln in Richtung Fall. Oder, um es in den von Stefan Burger zur Beschreibungen seiner Bilder und Objekte gewählten Unwortkonstruktionen zusammenzufassen: konstruktive Instabilität, Unsicherheitsgesellschaften, Umfall!
Text: Andrea Thal & Stefan Burger, 2006
Stefan Meier, Stefan Burger, Stefan Müller
[fig 1,2 & 3: Installationsansicht], [fig 4-11: Arbeiten im Detail]
In der Ausstellung beleuchten die Schweizer Künstler Burger, Meier und Müller anhand
von dokumentarischen, quasi-musealen Realien sowie von tatsächlichen Arbeiten die
eigenen künstlerischen Lebens- und Produktionsbedingungen, stets im Spiegel
moralisierender, romantisch-ideologischer wie auch "realistischer" Künstlerporträts: Ein
Durchdeklinieren "polyphrener Künstleridentitäten angesichts bricolagesquer
Universaldilettantiken"... Leitmotivisch sind hierbei Strategien des kontrollierten (vielleicht
sogar heroischen) Scheiterns und der Zerstörung, ebenso wie die Idee des
Missverständnisses als produktive conditio sine qua non der Kunst.
Ausgangs- und Eingangspunkt der Ausstellung ist das ikonische Bild des
gitarrezerdeppernden Joe Strummer (The Clash), das hier gewaltig aufgeblasen und
gleichzeitig heruntergebrochen (aufs bürgerliche Accessoire des Paravents) erscheint,
und so auf autodestruktive Theorien von Kunst ebenso verweist wie auf deren
Verbreitung und Banalisierung in popularkulturellen Kontexten (Später begegnet dem
Besucher in der Ausstellung sogar Gustav Metzger höchstselbst). Ein weiterer
kunsttheoretischer Anker der Ausstellung ist Marcel Duchamp, auf den in einem
großformatigen Triptychon Bezug genommen wird. Lokal verankert ist die Ausstellung in
Reminiszenzen, Verweisen und Fossilien des Zürcher Wohn- und Atelierhauses, das
gegenwärtig von Burger und Meier, früher von Müller genutzt wird/wurde.
Text:
Burger, Meier, Müller & Müller-Thurgau: ein biographisches Vexierspiel für Gönner der Verschreibkunst von Peter T. Lenhart
Galerie Royal, München, D, 2006 |
www.galerieroyal.de
Good Forms on their last Summer Holiday / Eine Alfredo Häberli-Werkbegehung
Minimal Palazzo
[fig 1: Installationsansicht], [fig 2, 3, 4, 5 & 6: Arbeit im Detail]
Installation, diverse Materialien, Text:
Minimal Palazzo von Luca Bochicchio
Minimal Palazzo, Galleria Studio 44, Genua, I, 2006 |
www.galleriastudio44.it
Cinque pezzi compongono l'esposizione personale di Stefan Burger, artista tedesco, di formazione svizzera (Scuola d'Arte di Zurigo). La fotografia è la specializzazione di Stefan: usa il mezzo vagliando tutte le possibilità creative che esso offre. Sfogliando il suo book emerge come ogni ripresa sia attraversata da originali valenze concettuali, spesso ironiche, senz'altro estetiche. Le opere create per Galleria Studio44 mostrano la profonda versatilità dell'artista e la sua capacità di stupire. E' necessario riflettere sul tema centrale della mostra: la tensione esistente in arte fra iconico e aniconico. Stupisce che un fotografo della levatura di Burger non offra oggi al pubblico la suggestiva visione di fotografie colte soltanto in tutta la loro bellezza; l'invito è quello di andare oltre la composizione formale. Sul fondo del tunnel, la figura di una donna custodisce fra le mani piani geometrici: una scatola aperta nelle sue razionali forme. Nel silenzio della composizione figura ed astrazione sembrano conciliarsi, eppure, l'obiettivo dell'artista non è la bellezza o la compostezza: l'opera è concepita come un sipario e la realtà va cercata proprio nello sguardo attraverso la sua concretezza... Di fronte, sul lato opposto del tunnel, S.Pietro medita la concezione spaziale di Fontana e il proprio passaggio terreno; il libro fra le sue mani si intitola forse "La morte dell'arte" ? Duchamp e Beuys i referenti diretti delle opere, anche nel caso dell'autoritratto in veste di metro sbagliato. Lo sguardo di un marinaio ci conduce infine all'ultimo e fatale enigma dell'uomo: la ricerca. In questo continuo rimando di giochi verbali ed iconici, a tratti profondi, a volte meno forti, si ha l'impressione che non tutti i pezzi siano frutto della medesima accurata ricerca. La provocazione lanciata direttamente al mondo dell'arte, individuabile nell'opera pendente dal soffitto, Il museo è chiuso, suggerisce simultaneamente una valenza sociale e quasi intimista: il sacro luogo di studio e d'arte, il museo, è in realtà una casetta per uccellini con l'ingresso sbarrato. Nell'ironico e scanzonato linguaggio artistico di Burger si può individuare una velata critica sociale: non c'è né ritorno né rifugio confortevole per il viaggiare sconclusionato dell'uomo contemporaneo. Text: Luca Bochicchio, 2006
Innenparasiten des Menschen
Die Kunst ist malad. Stefan Burger präsentiert eine pathologische Soloshow und stellt gleichzeitig eine Erste-Hilfe. Ausgehend von der Dachschräge des Nachbarhauses, die den Betrachter beim Blick aus dem Fenster des Kunstraumes aus der Balance bringen kann, gerieten die Kunstwerke in unmittelbare Nähe zur Kippung. Das Infragestellen von Kunstmarkt und Kunstinstitutionen ist ein zentrales Motiv der Arbeiten von Stefan Burger ebenso wie die dezidierte Auseinandersetzung mit Fotografie. Stefan Burger untersucht Herkunft, Entwicklung, heutige Bedeutung sowie die Erweiterung der Fotografie in andere
Medien und analysiert kunstinterne Fragen auch durch Ausflüge in nebenkünstlerische Bereiche. Dabei interessieren ihn ausgehend von bildimmanenten Begebenheiten der Bildrand und das Bildäussere. Die soziofotografischen Handlungsräume, das heisst Handlungsmotive, die im Hinblick auf eine Bildproduktion eine wichtigere Funktion als das eigentliche Bild einnehmen, werden vom Künstler thematisiert. Durch die Präsentation seines instabilen Werkes hinterfragt Stefan Burger in der Ausstellung "Innenparasiten des Menschen" das Medium Fotografie und die damit verbundenen Handlungsabläufe aber auch den Ausstellungsbetrieb per se.
Text: Marion Scharmann, 2006
Museum für gegen Warz 2
[fig 1: Arbeit im Detail]
il museo e chiuso
Die Klasse Magazin #3, CH, 2006 |
www.dieklasse.ch
null zu null
+rosebud no.6 - IDEAL: A Quest.
[fig 1: Buchumschlag]
Ausgegangen vom Triadisches Ballett der Bauhaus /Schlemmer Ära, am Ende getrandet im automatisierten Tennisgeschäft der 80er Jahre. Ist das Ideal?
Beitrag in Zusammenarbeit mit
unfolded für +rosebud no.6 - IDEAL: A Quest.
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Die Gestalten Verlag, Berlin, D, 2007 |
www.die-gestalten.de